Die von Daniel Häfner in seinem Beitrag artikulierten und an mich adressierten Vorwürfe sind haltlos und ich weise sie entschieden zurück. Mein Aufsatz zu den „Serbska utopija“-Filmen unterstellt weder diesen noch seinen Machern eine rechte Agenda. Es handelt sich um eine Filmanalyse und -interpretation, die Narrative, Erzählmuster und thematische Motive untersucht. Dass bei dieser Untersuchung und diskursgeschichtlichen Einordnung auch Sichtweisen auf sorbische Identität und Kultur in den Filmen aufgezeigt werden, die mitunter eine gewisse Anschlussfähigkeit an neurechte Diskurse aufweisen, ist kein Akt der Denunziation, sondern Teil einer kulturwissenschaftlichen Analyse. Eine solche Filmanalyse hat u.a. zur Aufgabe, Bedeutungsstrukturen in Filmen aufzuzeigen, die auch ihren Machern unter Umständen nicht bewusst waren. Dies sollte nicht als Angriff oder Diskreditierung aufgefasst werden, sondern als Chance zur Reflexion und kritischen Auseinandersetzung mit dem eigenen Schaffen.

