Ein Dreivierteljahrhundert aus sorbischer Sicht

Von Max Baganz Donnerstag, 22. Juli 2021

Im Jahr 2018 veröffentlichte Christian Schneider (Křesćan Krawc) in obersorbischer Sprache den Band „Sej statok stajili“. Am 14. Juli erschien er nun deutschsprachig als „Was wir in uns tragen“ im Domowina-Verlag. Sorb*innen/Wend*innen aus der ganzen Lausitz kommen im Buch zu Wort und erzählen aus ihrem Leben. Dabei kombiniert der Autor mündliche und schriftliche Aussagen der porträtierten Personen, die er zwischen 2012 und 2020 gesammelt hat.

Von den 14 gesammelten Beiträgen behandeln zwei eine sorbische Persönlichkeit aus der mittleren Lausitz und drei eine Person aus der Niederlausitz. Der Beitrag „Unsere Schule – unser Haus“ ist dabei eine Ausnahme. Er ähnelt nämlich eher einer szenischen Handlung, in der viele ZeitzeugInnen vom Konflikt um die sorbische Crostwitzer Mittelschule 2001 berichten. Zu den neun porträtierten ObersorbInnen zählt auch die 2019 verstorbene Sängerin Leńka Šołćina-Winarjec, die viele Jahre im Sorbischen Nationalensemble aktiv war.

(0 )
Bitte anmelden, um einen Kommentar zu posten
 
  • Zustellung der Wochenzeitung durch einen Zusteller oder durch die Post
  • Unsere Zeitung ist ein Muss für jeden, der sich für die Sprache, Kultur und den Alltag des autochthonen slawischen Volkes interessiert.
  • für 24,00 € jährlich

Zeitung bestellen

  • voller Zugang zu Nowy Casnik online und zum E-Paper
  • zusätzliche Funktionen (Archiv, Kommentieren, Bewerten, als PDF speichern)
  • für 13,20 € jährlich (für Abonnenten der gedruckten Ausgabe nur 7,80 €)

Zugang bestellen