Mit Fontane durch das wendische Brandenburg, III.

Von Stefanie Krawcojc Donnerstag, 30. Januar 2020
Der Türblock von 1839 des alten Gasthauses „Eiche“

Fontanes Spreewaldreise fand im August 1859 statt und führte bei Fontane zu einem markanten Erlebnis, dem Besuch des Gasthauses „Eiche“. An und in diesem Gasthaus hat er nicht nur Typisches der Landschaft, des Blockbaus und der Esskultur, sondern auch kernige Wirtsleute erleben können: „Das Gasthaus, das uns aufnimmt, ist ein Haus in echtem Spreewaldstil und unterscheidet sich in nichts von den Blockhäusern des Dorfes Lehde.[...] Frau Schenker ist eine freundliche Frau und eine stattliche Großmutter. Ob deutsch oder wendisch, gleichviel, sie hängt am Spreewald und liebt alles, was zu ihm gehört“. Auch „ein alter mühsam zu entziffernder Spruch über der Haustür lässt über die deutsche Abstammung keinen Zweifel. Dieser Spruch lautet:   

Wir bauen oftmals feste

Und sind nur fremde Gäste;

Wo wir sollten ewig sein,

Da bauen wir ja wenig ein.¹

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