Kindheitserinnerungen an das Fensterkreuz

Von Rudi Krauz Donnerstag, 19. Dezember 2019
Das Kreuz im Fenster gab Halt und Festigkeit und hatte auch Vorteile beim Lüften durch die oberen kleineren Flügel. Foto: Rudi Krauz

Ein Fensterkreuz, wie auf dem Fotos, sieht man nur noch selten. Täglich habe ich über ein freies Feld diesen Blick von meinem Grundstück aus. Auch mein Geburtshaus hatte, wie einmal alle Häuser hier, diese Fensterkreuze, die durch Renovierungs- oder Umbauarbeiten durch glatte Scheiben ersetzt wurden. Als Kind ist mir immer aufgefallen, wenn bei Sonnenschein oder auch bei Mondschein, das Fensterkreuz auf dem Holzfußboden als Schattenbild zu sehen war. Je nach dem Höhenstand der Sonne oder des Mondes war das Kreuz auf dem Fußboden mal gedrungen oder auch langgezogen.

Weil der Dachboden damals noch nicht ausgebaut war, beo-bachtete ich beim Spielen, wie das Fensterkreuz von West nach Ost langsam auf dem Fußboden wanderte, so wie Sonne und Mond von Ost nach West. Bei Vollmond war das Kreuz kräftig, bei zu- oder abnehmendem Mond teilweise sehr schwach zu sehen.

Jetzt im Alter ist mir die Advents- und Weihnachtszeit besonders in Erinnerung. Zu Fuß ging es immer 2 km von Rohne nach Schleife zum Gottesdienst. Fahrräder oder Autos gab es nach dem Krieg ja nicht.

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