Wie ist sie, die neue Chronik?

Von Stefanie Krawcojc Mittwoch, 16. Mai 2018

In den letzten Jahren sind einige Chroniken zu den Dörfern des Schleifer Kirchspiels erschienen. An ihnen allen war Gerhard Fugmann beteiligt, als Autor oder Co-Autor. Anfang 2018 ist auch zum Dorf Schleife (Slěpe) eine Chronik von ihm erschienen. Abgehandelt wird die Geschichte des Kirchdorfes von der ersten urkundlichen Erwähnung im Jahr 1272 bis heute. Von Anfang an spielt das Sorbische eine große Rolle, etwa die sorbische „Landnahme nach Vertreibung durch Hunnen aus dem Wolgagebiet“. Dabei fürchtet der Autor das Pathos nicht. So heißt es, die Sorben überquerten „bei Görlitz die Neiße und zogen Schritt für Schritt, wankend und mit staubverklebten Gesichtern westwärts.“

Er beschreibt die sorbische und deutsche Besiedlung der Lausitz, die politische und wirtschaftliche Geschichte des Dorfes und der Natur wie auch der Verwaltungsstrukturen seit alter Zeit, auch der Kirche. Die Chronik ist populär geschrieben und durch die vielen Zwischenüberschriften strukturiert. An mancher Stelle leidet die Seriosität durch die häufige Nennung von Wikipedia als Informationsquelle.

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