Spannende Einblicke in die wendische Geschichte der Stadt mit Dr. Alfred Roggan

Von Dirk Redies Donnerstag, 25. Juni 2026
Die Glocke der Evangelischen Kirche in Peitz trägt einen Bibelvers auf Wendisch: „Swěty, swěty, swěty jo ten kněz Cebaot“ (Jes. 6,3) – zu Deutsch: „Heilig, heilig, heilig ist der Gott Zebaoth.“ Fotos: D. Redies

Peitz/Picnjo. Im Rahmen der Feierlichkeiten zum 725-jährigen Stadtjubiläum von Peitz/Picnjo startete am 16. Juni 2016 in der Peitzer Amtsbibliothek eine besondere sommerliche Vortragsreihe, die Geschichte, Kultur und regionale Identität lebendig werden lassen soll.

Den Auftakt bildete ein hochinteressanter Abend zur Geschichte der wendischen Kirchengemeinde in der Stadt, den der aus Lieberose/Luboraz stammende Dr. Alfred Roggan vor einem etwa 30-köpfigen interessierten Publikum hielt.

Dass in der scheinbar ganz „preußischen“ Peitzer Kirche noch bis ins 20. Jahrhundert hinein Gottesdienste nicht nur auf Deutsch, sondern auch in wendischer/niedersorbischer Sprache gehalten wurden, überraschte selbst viele Einheimische. Dr. Roggan zeigte auf eindrucksvolle Weise, welche Bedeutung die Wendische Gemeinde über Jahrhunderte hinweg für das religiöse und kulturelle Leben der Stadt hatte. Die Spuren kann man bis heute im Kirchenraum entdecken.

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