Vom Erwachen des Frühlings, dem Fleiß der Bienen und dem Wunder der Schöpfung

Von Andreas Kirschke Donnerstag, 02. April 2026
Jahr für Jahr pflegt Sigrun Nasdala Karfreitag den Brauch des Ostereier-Verzierens. Foto: Andreas Kirschke

Dörgenhausen/Němcy. Ostern ohne Verzieren und Färben der Eier? „Undenkbar. Mir würde eine wunderbare Tradition fehlen“, meint Sigrun Nasdala (55), Sekretärin der Evangelischen Johanneskirchengemeinde Hoyerswerda-Altstadt. Karfreitag ist bei ihr offenes Haus. Mit Ehemann Dirk (59) und den Töchtern Helene (25) und Annemarie (21) verziert sie mit der Wachstechnik weit über 60 gekochte weiße Hühnereier. Ihr Bruder mit Familie und Freunde kommen hinzu. „Ich achte nicht vordergründig auf die Symbolik. In erster Linie verziere ich nach gestalterischen, ästhetischen Gesichtspunkten. Vor allem geht es mir um die Freude und die Gemeinschaft“, sagt Sigrun Nasdala. Von ihrer Mutter Helga Nasdala (82), geborene Kasper in Zeißig/Ćisk bei Hoyerswerda, erwarb sie die Liebe zur Tradition. Die Mutter lernte den Brauch durch eine Frau aus Mulkwitz kennen. „In meiner Kindheit (bei uns zu Hause in Klein Neida/Mała Nydej) verzierten wir die gesamte Karwoche, stets an den Abenden“, erinnert sich die Tochter.

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