Günther Rechn – ein Cottbuser Künstler mit Bodenständigkeit und Format lebt nicht mehr

Von Peter Becker Donnerstag, 15. Januar 2026
Das farbige Glas-Mosaik „Der Hahn“ (1986) von Günter Rechn befand sich neben dem Eingang zur ehemaligen Gaststätte „Kokot“ und zum einstigen Jugendclub „Kokoška“ in Schmellwitz (an der Frontseite des Gebäudes). Das Foto (Quelle: „Schmellwitz/Chmelow. Eine Chronik“ Seite 45) ist leider unvollständig. Das Mosaik zeigte nämlich auch noch den sorbischen/wendischen Hochzeitsbitter. Foto: Peter Becker

Rechns Werke schienen auf den ersten Blick von der Tierwelt dominiert zu sein. Hunde, Katzen, Affen, Eulen… – so ziemlich alle Tiere waren in seinen Werken vertreten. Das verwundert weniger, wenn man weiß, dass Günther Rechn ein sehr tierliebender Mensch war: Hunde waren seine Begleiter, sie standen immer wieder im Mittelpunkt seiner künstlerischen Arbeiten. Wenn er nachts keinen Schlaf fand, dann entstanden Skizzen in großer Vielzahl, sie zeigten in außergewöhnlich gekonnter Form die Tiere in Bewegung, in der Interaktion mit anderen Tieren oder in spannungsvoller Stille verharrend. Wenn sein Blick aus dem Fenster seines Ateliers ging, dann traf sein Blick auf „Joey“. Der Hütehund saß meist stoisch auf dem Balkon und beobachtete die Eichhörnchen – als ob er ahnte, dass sein Herrchen jetzt mit Wichtigerem, eben mit Kunst, beschäftigt ist und nicht gestört werden möchte.

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