Der „Pomai Bog“ im thüringischen Windehausen

Von Trudla Malinkowa Donnerstag, 08. Januar 2026
Replik der Pietà von Windehausen in der Dauerausstellung des Wendischen Museums in Cottbus. Foto: Bernd Choritz

Eine Urlaubsreise im Herbst letzten Jahres führte meinen Mann und mich für einige Tage in die Gegend am Kyffhäuser-Gebirge. Neben den Orten, an denen vor 500 Jahren die Unruhen und Schlachten des Bauernkriegs stattgefunden hatten, galt unser besonderes Interesse dem Dorf Windehausen. Der Ort mit heute etwa 500 Einwohnern liegt im fruchtbaren Landstrich der Goldene Aue. Bereits aus dem Namen geht hervor, dass hier eine gewisse Verbindung zu den Sorben/Wenden besteht. Sind doch mit „Winde“ keine Luftströmungen gemeint, sondern die Wenden, die einst hier gelebt hatten. Der Ortsname bedeutet soviel wie die „Häuser der Wenden“. Auf die ursprünglich slawische Besiedelung verweist auch die Anlage des Dorfes als wendischer Rundling, dessen Grundstruktur sich bis heute erhalten hat.

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