Lehde/Lědy Am 14. Februar machten sich die Lehd’schen auf zum Zampern ins Dorf. Dieser Brauch des Winteraustreibens mit ordentlich Lärm und „schrecklichen“ Gestalten findet derzeit in fast allen Niederlausitzer Dörfern statt. Während anderswo meist nur die Straßenseiten gewechselt werden, geht es in Lehde nahezu sportlich zu: Um möglichst viele im Spreewalddorf aufsuchen zu können, um dort Zampergaben zu erheischen, müssen Brücken mehrmals überquert werden, manche Wege müssen mehrfach gegangen werden. Einige Höfe können nur übers Fließ erreicht werden. Manche Fließe waren allerdings schon eisfrei, so dass die ganze Gesellschaft, über 50 Personen, mit einem Lastenkahn einen Teil der Zamperstrecke bewältigen konnte. Auf Kaupen 6, dem Ziel der etwas anderen Kahnfahrgesellschaft, wurden die Zamperer ebenso verwöhnt, wie schon vorher an den anderen aufgesuchten Orten: Es gab die übliche Bewirtung – und ein prasselndes Feuer, was sehr viel Zuspruch fand, besonders bei den Musikern, dem Feuerwehr-Spielmannszug Lehde, die sich endlich die Finger wärmen konnten.