Straupitz/Tšupc. Von einer „Eröffnung“ zu sprechen, ist etwas weit hergeholt, denn diesen Weg in der Straupitzer Ortslage gibt es schon so lange, wie es Wege zu Feldern und Wäldern gibt. Doch diesen zeichnet dennoch etwas Besonderes aus, denn er wird immer noch von uralten geschichtsträchtigen Eichen gesäumt – wenn auch deren Bestand etwas lichter geworden ist. Es gehört nicht viel Fantasie dazu, sich vorzustellen, was und wer in den letzten Jahrhunderten dort defilierte und was dort passierte. Abgesehen von der örtlichen und über Generationen seit 1655 bis 1945 ansässigen Gutsbesitzerfamilie Houwald waren es auch ganz einfache Menschen, die diesen Weg im Schatten der Riesen für einen Sonntagsnachmittagsspaziergang nutzten. Bauern trieben ihr Vieh in die angrenzenden Eichenwälder – in den Byttnahain, wie dieser in der südlichen Straupitzer Gemarkung liegende Flur heißt.