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Lehder Kahnfahrschule feiert seinen 500. Prüfling

Awtor: Peter Becker stwórtk, 20. awgust 2026
Ruhig sieht Wolfgang Gahl seinem 500. Schüler Torsten Münch aus Halle zu, wie er den Kahn durchs enge Lehde schiebt. Foto: Peter Becker

Lehde/Lědy. Wolfgang Gahl ist Jahrgang 1959 und ein Lehd‘sches Urgestein. Er hat noch selbst erfahren, wie einst das Leben in seinem Lehder Heimatdorf ablief. Fast alle, wie seine Eltern und Großeltern, waren noch in kleinbäuerlichen Erwerbsbetrieben tätig, fast alles wurde mit dem Kahn (cołn) transportiert. Das Leben war aber auch der Allmacht der Natur unterworfen: Eisgang, Trockenheit und Hochwasser machten die Fließe (tšugi) manchmal unbefahrbar. Sie waren aber die Lebensadern im Lagunendorf, sie ermöglichten den Zugang zum Futter fürs Vieh und auch zur Außenwelt. Der kleine Wolfgang erlebte noch mit, wie der Schulweg mit dem Kahn verbunden war. Wenn es auch nur das Übersetzen ans andere Ufer war – ein Kahn musste immer vor Ort sein, alles drehte sich um dieses Gefährt.

Das Kahnfahren (cołnowanje) hat Wolfgang Gahl nebenbei gelernt, wie nahezu jeder Lehd‘sche Junge und auch fast jedes Lehd’sche Mädchen seines Jahrgangs. Als Vierzehnjähriger war er schon Hilfsfährmann im Lübbenauer Hafen.

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