Der Titel der letzten monothematischen Sendung des Magazins „Łužyca“ trifft es sehr gut: „Die Macht der Tracht“. Das stimmt wohl, wenn man Tracht trägt, hat man eine Wirkung auf sein Umfeld. Man geht gerade, nimmt Raum ein, sowohl körperlich als auch die Ausstrahlung betreffend. Aber wie wird diese Macht genutzt? Folkloristisch, politisch oder neutral? In der Sendung gibt es zwei Meinungen, zum einen von Elsbeth Wollnöfer, Philosophin und Ethnologin: „Tracht ist immer politisch“ und das Gegenteil von Knut Kreuch, Präsident des Deutschen Trachtenverbandes: „Tracht ist nie politisch“. Der Aufmacher der Sendung ist der Deutsche Trachtentag, welcher am 31. Mai in Lübbenau diesen Jahres stattfand. Die Ostersängerinnen sind mit ihrer Form der Kirchgangstracht „Tracht des Jahres“ geworden. Verschiedene Trachtenträgerinnen werden in dem Beitrag gehört, wie etwa langjährige Trägerinnen oder Frauen, die erst seit ein paar Jahren die sorbische Tracht für sich entdeckt haben.