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„Ich war Amme in Berlin“

Awtor: Marlene Jedro stwórtk, 30. apryl 2026
Müschener Dorfgemeinschaftshaus am 17. April: Mit großem Interesse verfolgten die zahlreich erschienenen Gäste die von Martina Noack vorgestellten Frauenschicksale. Foto: Charlotte Kuschka

Müschen/Myšyn. Schweren Herzens und mit viel Scham belastet, berichtete die Großmutter auf dem Sterbebett ihrer Familie über die aus ihrer Sicht so unmoralische Tätigkeit in jüngeren Jahren. Die Familie ahnte in diesem Moment, wie schwer ihrer geliebten Mutter und Großmutter diese Worte fielen.

So oder ähnlich mag es vielen Frauen und Mädchen ergangen sein, denn allein das Wissen, dass die meist aus dem dörflichen Umfeld kommenden Frauen und auch Mädchen nach Berlin in Stellung gingen, löste bei den Mitbewohnern Spekulationen aus. Warum? Mag man sich heute fragen. Die Schule für Niedersorbische Sprache und Kultur lud zu diesem Thema am 17. April ins Dorfgemeinschaftshaus Müschen ein.

Martina Noack gab in ihrem Vortrag „Einblicke in das Leben der wendischen Bediensteten in Berlin und versuchte vor allem auch Einzelschicksale konkret zu beleuchten.“ (Zitat)

Mit großem Interesse verfolgten die zahlreich erschienenen Gäste die Geschichten der Frauen und die dazu gezeigten Fotos.

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