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Versteckte Türen, vertauschte Blumentöpfe und frohe Botschaften an den Hof-Einfahrten

Von Andreas Kirschke Donnerstag, 02. April 2026
Gartentürchen und Hoftore werden in der Osternacht in Schwarzkollm ausgehängt. Der Schabernack der Jugend ist eng verbunden mit der Tradition des Osterwassergießens. Foto: privat

Schwarzkollm/Čorny Chołmc. Punkt Mitternacht läuten Burschen die Kirchenglocken. In Schwarzkollm beginnt mit ihrem hellen Klang der Ostermorgen. Die frohe Botschaft der Auferstehung Jesu soll auch in den Ausbauten Petzerberg und Koselbruch zu hören sein. Auf das Passionssingen der Frauen und Mädchen folgt die Tradition Osterwassergießen. „Unverheiratete Mädchen begeben sich zu den Schwarzkollmer Quellen. Sie schöpfen mit Krügen aus dem Dorfgraben das ,Osterwasser‘“, schildern Sabrina Wagner, Vorsitzende des Vereins Brauchtumgsgruppe Krabat Schwarzkollm e.V. und Mitglied Silvia Stephan. „Diesem Wasser schrieb man seit jeher eine ganz besondere Kraft zu. Es sollte Schönheit, Gesundheit, Glück und Gottes reichen Segen bringen.“ Doch die Mädchen, so ist es überliefert, sind auf dem Weg zum Dorfgraben nicht allein unterwegs. Die jungen Burschen lauern ihnen auf. Sie necken sie mit kleinen Streichen. Sie versuchen, die Mädchen abzulenken, sie wollen ihre Aufmerksamkeit gewinnen. „So ist es noch heute“, schildert Sabrina Wagner.

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